Idee des Heilpraktikerberufs

Der Beruf des Heilpraktikers ist identisch mit der Ausübung der Naturheilkunde.
Naturheilkunde heißt: sich kundig machen, wie die Natur heilt.

Dahinter steht die Überzeugung, dass nur die Natur heilen kann. Alle Bemühungen des Heilpraktikers werden also nicht nur darauf abzielen, Symptome zu beseitigen oder zu unterdrücken, sondern die Entwicklung der Krankheit bei einem Patienten zu ergründen und zu begreifen, um dann durch gezielte naturheilkundliche therapeutische Maßnahmen dem Patienten zu einem möglichst natürlichen Heilungsverlauf seiner Krankheit zu verhelfen. 

Der große Heiler bleibt die Natur selbst. 
Die Aufgabe des Heilpraktikers besteht also darin, durch gezielte Maßnahmen die Heilkraft der Natur, damit ist auch die im betreffenden, kranken Menschen selbst liegende Heilkraft zu verstehen, einzusetzen und somit dauerhaft zu heilen.

Mit Erfahrung, Einfühlsamkeit und Fleiß kann er sich dem nähern, was man unter Heilkunst versteht. Die Naturheilkunde begreift die natürlichen Abläufe in dieser Welt als sinnvoll und sieht den Menschen als ganzheitlich biologisches Wesen, eingebettet in die Gesamtzusammenhänge der (seiner) Umwelt, des Kosmos.

Der Heilpraktiker sieht in der wissenschaftlichen Erforschung des Details eine wichtige Bereicherung für das Begreifen der Zusammenhänge des naturgesetzlichen Geschehens, jedoch betrachtet er die Detailkenntnis nie als Endzweck. Um den kranken Menschen in seiner Ganzheit annähernd zu begreifen, muss der Heilpraktiker über gut fundierte Kenntnisse der biologischen Grundgegebenheiten und deren Zusammenhänge verfügen. 

Ihm müssen neben den anatomischen, physiologischen und pathologischen Tatsachen auch psychologische Zusammenhänge und deren Ineinandergreifen vertraut sein.